NUKEM wurde zusammen mit dem Partner und Konsortialführer Brenk Systemplanung GmbH von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) damit beauftragt, ein Konzept für die Charakterisierung der zurückzuholenden Abfälle aus der Schachtanlage Asse II zu erstellen.

In das mehr als 100 Jahre alte Salzbergwerk wurden von 1967 bis 1978 im Auftrag des Bundes 47.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert. Durch Risse dringt seit 1988 salzhaltiges Grundwasser in das Bergwerk. Deshalb ist langfristig nicht auszuschließen, dass radioaktive Stoffe wieder freigesetzt werden können. Forderungen aus Gesellschaft und Politik führten 2009 dazu, dass die Anlage unter Atomrecht gestellt wird. Seit 2013 gibt es den gesetzlichen Auftrag, die eingelagerten radioaktiven Abfälle zurückzuholen.

Rund 67 Prozent des Abfallvolumens stammt aus Anlagen der Energieversorgungsunternehmen. Typische Abfälle sind: Filter, Metallschrott, Papier, Laborabfälle, Bauschutt, Holz, Schlämme oder Mischabfälle. Weitere Abfälle wurden von Forschungseinrichtungen, der kerntechnischen Industrie und von sonstigen Abfallverursachern wie der Medizin angeliefert.

Anhand von Unterlagen kann nachvollzogen werden, wie viele Fässer in der Asse liegen. Es bestehen allerdings Unsicherheiten, ob das Radionuklid- und Stoffinventar der eingelagerten radioaktiven Abfälle in den Dokumenten korrekt angegeben ist. Die damalige Abfalldeklaration entspricht nicht den heutigen Standards und ist zum Teil unvollständig und fehlerhaft.

In der ersten Phase unseres Projekts werden Informationen gesammelt. Die Anforderungen an die Charakterisierung werden definiert und sowohl technische als auch juristische Randbedingungen betrachtet. Eine Auswahl an möglichen Verfahren und Techniken wird getroffen. In der zweiten Phase wird auf Basis dieser Informationen das Konzept erstellt. Parallel dazu finden regelmäßig Workshops mit der BGE statt. In diesen werden Themen wie die Rückholung oder das Gebindelayout besprochen und aktuelle Erkenntnisse ausgetauscht.


NUKEM Technologies in Alzenau, Deutschland, ist weltweit aktiv in den Bereichen Management von radioaktiven Abfällen und abgebrannten Brennelementen, Stilllegung von nuklearen Einrichtungen, Ingenieurtechnik und Consulting. Seit 2009 ist NUKEM Technologies Teil der ROSATOM-Gruppe.

Kontakt:
Bea Heinze
NUKEM Technologies Engineering Services GmbH
Industriestraße 13, 63755 Alzenau
Tel: +49 6023 91-1549,
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