Interview mit Jochen Mavius, 56 Jahre alt, Bauleiter eines Rückbauprojekts, seit 2018 bei NUKEM

Herr Mavius, Sie haben schon mehrfach an der ‚Atomiade‘ teilgenommen. Können Sie kurz erklären was das genau ist?

Die Atomiade ist eine Sportveranstaltung, die von den europäischen Forschungseinrichtungen organisiert und ausgerichtet wird. Man kann also sagen es sind die Olympischen Spiele der nuklearen Forschungsanstalten. Die große Sommeratomiade, an der ich teilgenommen habe, findet alle drei Jahre in einem anderen europäischen Land statt. Daneben gibt es auch noch eine Winteratomiade sowie eine Miniatomiade zwischen den großen Events. Ich war bislang schon fünf Mal dabei: 2006 in Sopron, Ungarn, 2009 in Berlin, 2012 in Paris, 2015 in Belgien und 2018 am Lago Maggiore in Italien. Ich glaube das letzte Mal haben 3000 Sportlerinnen und Sportler teilgenommen

Die Ursprünge der Atomiade gehen auf ein Fußballturnier zwischen deutschen Kernforschungszentren im Jahr 1966 zurück. 1973 wurde das Turnier um neun weitere Sportarten ergänzt und es nahmen bereits Sportlerinnen und Sportler aus fünf verschiedenen Ländern teil. Heute zählt der Verband und Organisator der Atomiade ASCERI (Association of the Sports Communities of the European Research Institutes) 42 Forschungsinstitute aus 16 europäischen Ländern zu seinen Mitgliedern.

In welcher Disziplin sind Sie angetreten?

Bei den ersten drei Veranstaltungen bin ich den Halbmarathon gelaufen, ab 2015 habe ich den Triathlon mitgemacht – den gabs vorher noch nicht, die Disziplinen sind mit den Jahren also auch immer mehr geworden. Den Triathlon wollte ich schon immer machen, in den ersten Jahren habe ich dafür dann zusätzlich am 10-Kilometer-Lauf teilgenommen, wenn es zeitlich zusammengepasst hat. Die Atomiade findet an einem verlängerten Wochenende statt, somit ist die Zeit auch immer begrenzt. Man reist donnerstags an und Freitag bis Sonntagmittag finden die Wettkämpfe statt.

Was ist für Sie das Besondere an der Atomiade?

Man lernt viele verschiedene interessante Menschen aus unterschiedlichen Nationen kennen und trifft diese dann immer wieder. Ich bin seit 35 Jahren in der Kerntechnik tätig und die Branche ist wie eine Familie, da läuft man sich immer wieder über den Weg. Durch meine Stationen bei verschiedenen Forschungszentren und Unternehmen in der Branche und diese Sportveranstaltungen habe ich viele Verbindungen. Also auch das Thema Networking ist ein wertvoller Nebeneffekt. Beruf und Sport zu verbinden bringt auf jeden Fall etwas.

Haben Sie auch schon mal auf dem Treppchen gestanden?

Ich habe schon öfter auf dem Treppchen gestanden. Den Halbmarathon in Berlin habe ich zum Beispiel in meiner Altersklasse gewonnen. Beim letzten Triathlon am Lago Maggiore bin ich Zweiter geworden – das war knapp uns haben nur 30 Sekunden getrennt. Aber das ist schon okay. Manchmal gelingt mir ein Platz unter den Top Drei sogar bei den ‚normalen‘ Läufen also außerhalb der Atomiade. Ich bin an die 100 Marathons gelaufen, das ist für mich ein Ausgleich den in brauche.


NUKEM Technologies in Alzenau, Deutschland, ist weltweit aktiv in den Bereichen Management von radioaktiven Abfällen und abgebrannten Brennelementen, Stilllegung von nuklearen Einrichtungen, Ingenieurtechnik und Consulting. Seit 2009 ist NUKEM Technologies Teil der ROSATOM-Gruppe.

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