Am Standort Barsebäck wurde der in-situ-Teil der Zerlegung des ersten Reaktordruckbehälters eines kommerziell betriebenen schwedischen Kernkraftwerks erfolgreich abgeschlossen.

In der ersten Rückbauphase (in-situ) wurde der Reaktordruckbehälter mittels thermischer Trennverfahren in 0,9 bis 1,8 m hohe Ringe, die so genannten Schüsse, zerlegt. Jedes Einzelteil wiegt 12 bis 24 Tonnen. Der Reaktordruckbehälter wurde auf diese Weise sukzessive von oben nach unten in 13 Ringe plus die Bodenkalotte vorzerlegt. Die Schüsse aus der Vorzerlegung wurden anschließend im Nachzerlegeplatz in verpackungsgerechte Teile geschnitten und in Spezialcontainer verpackt. Insgesamt wurden 430 Tonnen Material verarbeitet.

2019 hat das Konsortium UNNU bestehend aus NUKEM Technologies and Uniper Anlagenservice einen Auftrag für die Zerlegung von jeweils zwei Reaktordruckbehältern an den Standorten Oskarshamn und Barsebäck gewonnen. Um wichtige Synergieeffekte bei der Projektrealisierung zu nutzen, werden die Rückbauarbeiten sukzessive ausgeführt – zuerst in Barsebäck und dann in Oskarshamn. Im Laufe der letzten 13 Monate wurde das Equipment kontinuierlich optimiert. Dadurch kann die Zerlegung der weiteren drei Reaktordruckbehälter noch effizienter und sicherer durchgeführt werden. Das thermische Trennverfahren wurde bereits bei mehreren Rückbauprojekten in Deutschland eingesetzt. Das gesamte Konsortialprojekt soll planmäßig 2024 im Kernkraftwerk Oskarshamn abgeschlossen werden.

„Es ist ein wichtiger Meilenstein für das Projekt und für unsere Firma, bei dem die Effizienz des thermischen Schneidverfahrens für die Zerlegung von Reaktordruckbehältern demonstriert wurde. Ich bin überzeugt, dass die bewährte Technologie, ein starkes Projektteam und die in Barsebäck gewonnen Erkenntnisse es uns ermöglichen, die nächsten drei Reaktordruckbehälter in der vertraglich vereinbarten Zeit mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu zerlegen. Ich gratuliere dem Team und allen Projektbeteiligten zu diesem Erfolg!“, sagte Geschäftsführer Sergey Molodtsov.

„Die Zerlegung des Reaktordruckbehälters in Schweden stellt für ROSATOM die erste Referenz für kommerzielle Siedewasserreaktoren dar. Wir freuen uns auf weitere Erfolge in diesem wichtigen Projekt“, so Vadim Sukhikh, Beiratsvorsitzender der NUKEM und Leiter des Integrators im Bereich Rückbau der Brennstofffirma TVEL.


NUKEM Technologies in Alzenau, Deutschland, ist weltweit aktiv in den Bereichen Management von radioaktiven Abfällen und abgebrannten Brennelementen, Stilllegung von nuklearen Einrichtungen, Ingenieurtechnik und Consulting. Seit mehr als 60 Jahren bietet NUKEM Technologies maßgeschneiderte Produkte, Technologien und Dienstleistungen an, bei denen Innovation, Lösungskompetenz und exzellente Umsetzung eng miteinander verbunden sind.

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