Ignalina/Alzenau, 13. Oktober 2017. Die Erteilung einer Betriebsgenehmigung für das Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente (ISFSF, B1) im April 2017 und ein erfolgreicher Start des Projekts B2, Anlage zur Entnahme von festen Abfällen (SWRF), im Juni 2017 markierten einen bedeutenden Meilenstein beim Rückbau des litauischen Kernkraftwerks.

Nach Erteilung der Genehmigung für die heiße Inbetriebnahme für das Projekt B34 konnte am 13. Oktober 2017 erfolgreich die heiße Inbetriebnahme der Anlage zur Verarbeitung und Lagerung von festen Abfällen (SWTSF, B34) im Kernkraftwerk Ignalina starten. 

Der Liefer- und Leistungsumfang von NUKEM Technologies umfasste neben Designentwicklung und Planung  auch Beschaffung, Montage und Vorbereitung der Inbetriebnahme für SWTSF, SWRF und ISFSF. Die Aufgabe von NUKEM Technologies bestand weiterhin darin, dem Kernkraftwerk Ignalina zwei moderne maßgeschneiderte Anlagen zur Verfügung zu stellen, die beim weiteren Rückbau ihren Beitrag leisten sollen.

Radioaktive Abfälle aus dem Betreib der Blöcke 1 und 2 des Kernkraftwerks  Ignalina wurden in der Vergangenheit auf dem Kraftwerksgelände gelagert. Diese Abfälle sollten im Rahmen der Rückbautätigkeiten in den neuen Anlagen zur Abfallentnahme, -behandlung und –lagerung B234 entnommen und behandelt werden. Die neuen Anlagen kommen für die Entnahme, den Transport, die Verpackung, die Charakterisierung und die Lagerung von 120.000 m3 kurz- und langlebiger radioaktiver fester Abfälle zum Einsatz.

Mit den Anlagen erhält das Kernkraftwerk Ignalina maßgeschneiderte Lösungen auf dem neusten Stand der Technik, um seine langfristige Abfallmanagementstrategie sicher und effizient umzusetzen. In der Industrie setzen die Anlagen anerkanntermaßen Maßstäbe für die Zukunft. Nach der Inbetriebnahme ist das Kernkraftwerk Ignalina mit einer der modernsten und sichersten Infrastrukturen für das Abfallbehandlungsmanagement ausgestattet.

Die Stilllegung des Kernkraftwerks Ignalina und die neuen Anlagen zur Behandlung und Lagerung von festen radioaktiven Abfällen werden aus Mitteln des internationalen Stilllegungsfonds für Ignalina (IIDSF) finanziert, der von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) verwaltet wird. IIDSF wird durch die Europäische Gemeinschaft sowie von Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Spanien, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Norwegen und der Schweiz finanziert.


NUKEM Technologies in Alzenau, Deutschland, ist weltweit aktiv in den Bereichen Management von radioaktiven Abfällen und abgebrannten Brennelementen, Stilllegung von nuklearen Einrichtungen, Ingenieurtechnik und Consulting. Seit 2009 ist NUKEM Technologies Teil der ASE-Gruppe (Engineering Division des Staatskonzerns Rosatom).

Kontakt:
Bea Heinze
NUKEM Technologies GmbH
Industriestrasse 13, 63755 Alzenau
Tel: +49 6023 91-1549,
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.nukemtechnologies.de

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen